Abstract
Verzögerte Bruchheilungen und Pseudarthrosen der Tibia stellen häufig schwierige therapeutische Aufgaben dar. Wenn Infektionen auftreten, besteht eine ernstere, bisweilen katastrophale Situation (Abb. 9.1–9.4). Wegen der Inaktivität der Gliedmaße während des Immobilisierungszeitraums, der einer Erkennung der Komplikation vorausgeht, wird der betroffene Knochen gewöhnlich osteoporotisch, die angrenzenden Gelenke versteifen und die Weichteile atrophieren. Nicht selten bleibt nach einer erfolgreichen Beseitigung einer Pseudarthrose bei dem Patienten eine funktionell eingeschränkte Extremität zurück.